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Die naturverbundene Sportart Weidlingfahren wird im Wasserfahrclub Hard sehr breit und attraktiv betrieben und verlangt neben Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit auch viel Fingerspitzengefühl. Damit du dir ein besseres Bild von dieser unbekannten Sportart machen kannst, haben wir auf dieser Seite die wichtigsten Eigenschaften genauer beschrieben.

Was braucht man zum Wasserfahren?

Weidling
Unser Boot ist der Weidling, ein zehn Meter langes Polyesterboot, früher auch aus Holz. Er ist circa 250 Kilogramm schwer und hat keinen grossen Tiefgang. Der Polyesterweidling ist dank seiner Leichtigkeit ein optimales Wettfahrschiff. Bei starkem Wind jedoch eher schwieriger zu fahren als ein Holzweidling.
Stachel
Um das Schiff flussaufwärts zu bewegen, benutzen wir einen Stachel, einen circa zwei Meter langen Holzstab mit einem Griff und einer Gabel aus Metall am unteren Ende. Der Fahrer stösst sich mit dem Stachel am Grund des Flusses ab und bewegt somit das Boot vorwärts. Der Stachel wird auch dazu benutzt, um das Boot vom Ufer abzustossen, das sogenannte "Breit geben", um es nah am Ufer zu halten, was im Jargon "Unterstechen" heisst.
Ruder
Um dem Boot flussabwärts Tempo zu verleihen und es zu steuern, benutzt man ein Ruder. Das Ruder ist ebenfalls circa 2 Meter lang und besitzt einen Griff, das Wirbeli, und ein Ruderblatt.
Nagel
Um das Ruder auf dem Bootsrand abzustützen, braucht es eine Vorrichtung, welche schlicht als "Nagel" bezeichnet wird. Er besteht aus Holz und wird mit einer Metallkonstruktion fest am Schiff befestigt.

Wasserfahren kann man zu zweit oder alleine. Fährt man mit einem Boot zu zweit, ist der Vordermann dafür zuständig, dem Schiff Tempo zu verleihen, um es steuerbar zu machen. Der Hinterfahrer trägt die Verantwortung, steuert das Schiff und gibt die Befehle an den Vorderfahrer.

Eine Fahrstrecke
Eine Trainings- oder Wettfahrstrecke besteht aus Stachelstrecken, Ausfahrten, Ruderstrecken, Durchfahrten und Ziellandungen. Die Aktiven müssen Stachelstrecken an beiden Ufern absolvieren, während die Jungfahrer nur eine "einfache Runde" mit einer Stachelstrecke an einer Uferseite abzufahren haben.

Ausfahrten
Sie werden meistens in Form einer Boje oder einem von oben herabhängender Stab gekennzeichnet. Das Berühren gibt 5 zusätzliche Sekunden, das Überfahren 10 Sekunden Strafzeit.
Durchfahrten
Durchfahrten sind Tore. Sie bestehen aus zwei an Drahtseilen befestigten Stäbe, die man ohne zu berühren durchfahren muss. Das Berühren zählt fünf Strafsekunden, kommt der "Bängel" dabei ins Boot, erhält man sogar 10 Strafsekunden.
Ziellandungen
Die Ziellandung ist der Wechsel vom Ruder zum Stachel. Auch sie wird bewertet. Dazu wird ein 4 Meter breiter Uferstreifen markiert. Bei der Landung muss sich der Bug des Bootes in diesem Abschnitt befinden. Ist das Schiff zu hoch, muss das Fahrpaar den Weidling zurückfahren, was einen zeitlichen Mehraufwand mit sich bringt. Befindet sich das Boot unterhalb der 0-Markierung wird man ebenfalls mit Strafsekunden gebüsst.
 
 

 

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